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A-Streptokokken (Streptococcus pyogenes)
Darum geht es:
Streptokokken ist der Familienname vieler Bakterien. „Streptos“ heisst „gewunden, verdrillt“ – entsprechend zeigen sich diese Bakterien unter dem Mikroskop auch in gewundenen Ketten angeordnet. Eine für den Menschen häufig mit Krankheiten verbundene Unterart machen die A-Streptokokken aus. Sie sind für viele Infekte des Rachens und der Atemwege verantwortlich und können zu schwerwiegenden Komplikationen mit Nierenentzündung und bakteriellem „septischem“ Schock bis hin zum Tod führen. Es ist wichtig zu wissen, ob eine schwere Erkältung durch Viren oder durch diese A-Streptokokken verursacht wird. Sind die Bakterien die Ursache, so müssen Antibiotika eingenommen werden.
Was testen wir?
Für den Nachweis dieser A-Streptokokken verwenden wir einen Abstrich vom Rachen und den Mandeln. Dieser wird über eine Art Wattestäbchen gewonnen – schmerzfrei und ganz einfach.
Wann macht dieser Test Sinn?
Sind Sie stark erkältet und klagen Sie speziell über Beschwerden im Rachenraum und im Bereich der Atemwege mit Husten, Halsschmerzen und/oder gerötetem Rachen, so können Sie mit diesem Test die einfache, nicht behandlungsbedürftige Erkältung (durch Viren ausgelöst) von der schwerwiegenderen Infektion mit A-Streptokokken unterscheiden.
Wie benützen Sie diesen Test? (zur Anleitung)
Für den Nachweis der A-Streptokokken verwenden Sie das beiliegende Teststäbchen. Mit diesem gewinnen Sie Speichel aus Ihrem Rachenraum. Ein Arztbesuch ist für die Probeentnahme nicht nötig.
Folgen Sie den Anweisungen auf den Bildern (Pictogrammen), welche Ihnen die richtige Probeentnahme zeigen.
Wie und wann erhalten Sie die Resultate?
Sie erhalten die Resultate innerhalb von 3 Tagen. Früh genug, um bei positivem Resultat noch einen Arzt aufzusuchen und sich ein Antibiotikum verschreiben zu lassen.
Was, wenn die Resultate eine Infektion mit A-Streptokokken zeigen?
Wir empfehlen Ihnen, nun ihren Hausarzt oder einen diensthabenden Notfallarzt aufzusuchen. Da Sie ihm die Laborresultate bereits mitbringen, kann er Ihnen nach einer kurzen Untersuchung ohne Verzögerung die richtige medikamentöse Therapie verschreiben. Infektionen mit A-Streptokokken müssen mit Antibiotika behandelt werden.
Was, wenn die Resultate zeigen, dass Sie nicht mit A-Streptokokken infiziert sind?
Ihre Erkältungssymptome sind höchstwahrscheinlich nicht bakteriell bedingt. Zumeist liegen Viren einer Erkältung zu Grunde. Nach einigen Tagen nehmen die Symptome ab. Die Einnahme von Medikamenten beschleunigt die Heilung nicht, kann aber die Symptome lindern.
Sollten die Symptome aber zunehmen, so wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder den diensthabenden Notfallarzt.
Weiterführende Infos:
Klein, aber oho
Streptokokken sind klein. Sie messen im Durchmesser nur gerade einen Mikrometer. Ein Mikrometer hat die Grösse eines tausendstel Millimeters. Oder in anderen Worten: Auf einer Länge von einem Meter können sich eine Million Bakterien nebeneinander aufreihen. Gut verständlich darum, dass diese Bakterien auch bis in die feinsten Ausläufer der Lunge gelangen und damit schwerwiegende Infektionen des Rachenraumes und der Atemwege auslösen können. Zudem können sie eitrige Entzündungen auf oder in der Haut hervorrufen und sind auch Auslöser des Scharlach.
Vorkommen
Die Streptokokken der verschiedenen Klassen kommen weltweit vor. Auch Kinder sind betroffen.
Gewöhnlich tragen eine bis zwei Personen in einer Gruppe von zehn Personen diese Bakterien mit sich herum. Nicht immer sind sie dann auch krank. Aber sie können unter gewissen Umständen an diesen Streptokokken erkranken oder andere Personen in der Familie und im näheren Umfeld mit den Bakterien infizieren.
Die Übertragung der Bakterien erfolgt durch Schmier- oder Tröpfcheninfektion – das heisst wenn irgendwie Speichel oder Nasensekret in Kontakt mit einer anderen Person gerät (fehlendes Händewaschen) oder wenn mit der Atemluft oder durch Niessen feine Speicheltröpfchen ausgepustet werden und diese dann in Kontakt mit Personen in der Umgebung gelangen.
Folgeerkrankungen
A-Streptokokken können zu akuten Infektionen führen. Hautinfekte wie auch Infekte des Nasen-/Rachenraumes sind möglich. Wird die Infektion nicht ausreichend behandelt, so sind Folgeerkrankungen möglich. Es kann beispielsweise zu einer Entzündung der Niere kommen (Nephritis) oder auch zu einer Entzündung des Herzens (Rheumatische Karditis) und weiterer Organe (Haut, Gelenke, Zentrales Nervensystem).
Therapie
Die A-Streptokokken können sehr erfolgreich bekämpft werden.
Häufig setzt man das bekannte Antibiotikum Penicillin ein oder ein Antibiotikum mit ähnlichem Wirkspektrum. In Abhängigkeit der Schwere der Erkrankung müssen die Antibiotika im Spital als Infusion oder zu Hause in Tablettenform eingenommen werden.
Wie testen wir im Labor?
In unserem Labor werden A-Streptokokken durch Anzüchtung auf Agarplatten nachgewiesen.
Sie haben weitere Fragen?
Hier geht es zur Beratung und hier zu den FAQ.
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