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Gonokokken (Neisseria gonorrhoeae)
Darum geht es:
Gonokokken sind kleine Bakterien, die sich nur in Körperzellen zu vermehren vermögen. Einmal aus der Zelle freigesetzt, infizieren sie eine Vielzahl von Nachbarzellen oder beim Geschlechtsverkehr auch den Partner oder die Partnerin. Die Infektion führt zur Entzündung der Geschlechtsorgane und zur Zerstörung von Gewebsstrukturen.
Bei unkompliziertem Verlauf kommt es lediglich zu Harnröhrenentzündung oder bei der Frau auch zur Entzündung des Gebärmutterhals-Kanals. Verstärkter Ausfluss aus Harnröhre und Scheide sind die Folge. Die Infektion kann aber auch auf das kleine Becken übergreifen und die Eileiter angreifen. Neisseria gonorrhoeae ist in Europa wieder auf dem Vormarsch. Um bleibende Schäden zu verhindern, ist es wichtig, die Infektion frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Die Probenentnahme ist einfach und die Untersuchung sicher und aussagekräftig.
Was testen wir?
Für den Nachweis der Gonokokken verwenden wir das gleiche Abstrichmaterial wie für die Chlamydien, nämlich aus der Vagina oder von der Penisspitze. Dieses wird über eine Art Wattestäbchen gewonnen – schmerzfrei und ganz einfach. Führt man nämlich ein Wattestäbchen über die Schleimhaut der Vagina oder der Penisspitze, bleiben einige Gonokokken daran haften. Dies reicht aus, um im Labor die Gonokokken mit unseren hochempfindlichen Nachweisverfahren zu entdecken.
Wer sollte sich testen lassen?
Bemerken Männer oder Frauen Schmerzen beim Wasserlassen oder Geschlechtsverkehr oder tritt sogar Ausfluss aus der Harnröhre, so kann mit diesem Test untersucht werden, ob als Ursache eine Infektion durch Neisseria gonorrhoeae vorliegt.
Bei Frauen kann die Infektion auch im Gebärmutterhals ablaufen und so zu verstärktem Ausfluss und möglicherweise auch Unterbauchschmerzen führen. Auch Frauen ohne Krankheitszeichen können sich testen lassen, weil sie nicht selten die Gonokokken im Gebärmutterhals tragen und so die Gonokokken beim Geschlechtsverkehr auf ihre Partner übertragen können.
Wie benützen Sie diesen Test? (
zur Anleitung)
Für den Nachweis der Gonokokken verwenden Sie ein Teststäbchen. Dieses führen Sie über ihre Penisspitze oder über die Schleimhaut ihrer Vagina. Wenige Gonokokken bleiben dabei am Stäbchen haften. Dieser Vorgang ist schmerzfrei und führt zu keinen Verletzungen. Anschliessend senden Sie uns das Teststäbchen in beiliegendem Originalbehälter. Ein Arztbesuch ist für die Probeentnahme nicht nötig.
Folgen Sie den Anweisungen auf den Bildern (Pictogrammen), welche Ihnen die richtige Probeentnahme zeigen.
Wie und wann erhalten Sie die Resultate?
Spätestens 3 Tage nach Eingang des Teststäbchens bei uns im Labor können Sie die Resultate von unserer Homepage abrufen (Disclaimer).
Was, wenn die Resultate eine Infektion mit Neisseria gonorrhoeae anzeigen?
Liegt eine Infektion mit Neisseria gonorrhoeae vor, so sollten Sie mit Ihrem Hausarzt oder einem Gynäkologen oder Urologen einen Termin vereinbaren. Die Infektion muss mit Antibiotika behandelt werden. Da Sie das Testresultat zum Arzt mitbringen, kann er Ihnen gleich das richtige Antibiotikum verschreiben.
Was, wenn die Resultate zeigen, dass Sie nicht mit Neisseria gonorrhoeae infiziert sind?
Die oben beschriebenen Krankheitszeichen und ein Ausfluss können auch durch Chlamydia trachomatis hervorgerufen werden. Der Erreger kann mit Antibiotika einfach und erfolgreich behandelt werden.
Weiterführende Infos:
Wie testen wir im Labor?
Im Labor weisen wir Gonokokken mit Hilfe der hochempfindlichen Polymerase-Kettenreaktion (PCR) nach.
Literaturhinweise
Vaginal Swabs Are Appropriate Specimens for Diagnosis of Genital Tract Infection with Chlamydia trachomatis
Julius Schachter, William M. McCormack, Max A. Chernesky, David H. Martin, Barbara Van Der Pol, Peter A. Rice, Edward W. Hook, III, Walter E. Stamm, Thomas C. Quinn, and Joan M. Chow
J. Clin. Microbiol., Aug 2003; 41: 3784 - 3789.
Performance of Transcription-Mediated Amplification and Ligase Chain Reaction Assays for Detection of Chlamydial Infection in Urogenital Samples Obtained by Invasive and Noninvasive Methods
Angelika Stary, 1* Elisabeth Schuh, 1 Martina Kerschbaumer, 1 Birgit Götz, 1 and Helen Lee 2
J Clin Microbiol. 1998 September; 36(9): 2666–2670.
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